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Lange war es still im Podlove Projekt, das soll sich jetzt ändern! In dieser Episode versuchen wir uns zunächst an einer Definition von Podlove und stellen die drei Projekte Podlove Publisher, Podlove Web Player sowie Podlove Subscribe Button vor. Zentral geht es aber eigentlich um die Entwickler:innen: Wer wir sind, wie wir in das Projekt gekommen sind, was uns motiviert und wie wir mit Podlove weiter machen wollen.

Shownotes

Timeline

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Intro
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So, dann hallo und herzlich willkommen zur Episode 1 des Podlovers Podcast. Und wir müssen reden. Und wir sind wir eigentlich?
Das habe ich mich auch schon gefragt.
Ja. Also, insgesamt sind wir jetzt gerade drei Leute. Die zweite Stimme war schon mal Eric. Hallo Eric.
Hallo.
Hallo Eric.
Dann haben wir die Michi noch mit dabei. Hallo Michi.
Hallo Alex.
Ah, und den Alex haben wir auch noch dabei. Hallo Alex.
Ja. Ich bin auch noch mit dabei. Gut, jetzt ist es nun endlich soweit. Die Entwickler fangen an zu podcasten.Das ist genau das Richtige, was wir im Jahr 2020 noch benötigen, genau, um genau zu sein, am zehnten Juli des Jahres 2020. Und...
Was heißt hier überhaupt "fangen an zu podcasten"? Ich hab schon gepodcastet.
Das stimmt, aber das ist ja auch schon mehr als fünf Jahre her.
Das ist wahr. Aber das mit dem "anfangen" ... ich ... die Worte Worte sind wichtig.
Okay, wir werden das ...
Aber ich hör auf mit dir dazwischenzugrätschen.
Das ist okay, das ... das macht es mir einfacher.
Na dann ähm ... mache ich mich bereit für die nächste Grätsche.
Sehr gut, sehr gut. Genau, aber ich glaube, vielleicht wäre es ganz interessant, erstmal herauszufinden, wer wir sind und über was wir reden wollen,und da – falls man das am Titel noch nicht richtig erkennen kann – wir sind alle Entwickler, die bei Podlove Open Source Software machen. Und da ist natürlich die erste Frage, was ist denn überhaupt Podlove?Und ich glaube, da gibt's eigentlich nur Einen, der uns das genauer erklären kann: Eric.
Ich muss auch kurz kretschen, entschuldigung, es brennt in mir so: "Entwickler:innen".
Ach Entschuldigung, ja.
... die an Podlove arbeiten. Kein Problem.
Ich ich sehe schon, dass mit dem Grätschen, das wird hier noch äh ... das kriegen wir ganz gut hin. Ähm, ...Was? Wieso? Ja, Podlove, was ist das? Das existiert irgendwie seit 2012, wenn ich mich recht entsinne.Da wurde das gegründet, sehr inoffiziell von Tim Pritlove und mir. Also "gegründet", würde ich sagen, vor allem von Tim, der einfach alles irgendwie Mist fand, mit demPodcastinfrastruktur und meinte jetzt mal was ändern zu müssen. Ansporn damals war auch Auphonic,was so in der Entstehung war.Und dann kam Tim zu mir und meinte, man müsste doch mal irgendwie so Podcasting-Software machen, und Podcast-Hosting, woraus dann der Podlove Podcast Publisher wurde.Genau, und das waren so die Anfänge.Und seitdem bauen wir irgendwie Software, maintainen Software, verschiedene Softwares und haben aber auch an Standards geschrieben oder,versucht zu schreiben. Also vor allem für Kapitelmarken sind wir berühmt/berüchtigt geworden, so in der internationalen Podcast-Szene. Also,Kapitelmarken haben wir zwar nicht erfunden, aber wir haben ... also es gab ja nur diese Implementierung von A... zu viel Details. Wir haben da jedenfalls einen Standard geschrieben in XML, und der auch benutzt wird,und so ein paar andere Sachen. Ansonsten Software, unter anderem den Web Player in Version, zwei, drei, vier und fünf und da kommtAlex auch ins Spiel.
Ja, ich glaube, um das Ganze mal zusammenzufassen: Also Podlove ist eigentlich hauptsächlich eine Software, die,mit WordPress zusammenarbeitet, beziehungsweise eine Erweiterung von WordPress, mit der wir Metadaten von Podcastsspeichern und dann auch wieder ausliefern oder visualisieren. Ich glaube, das wäre eine ganz gute Zusammenfassung davon.
Also man kann mit Podlove seinen Podcast veröffentlichen. Als RSS-Feed und im Web.
Nun jaaa, es ist natürlichauch etwas, was ich in der ... in der Community immer mal wieder lese: ähm dass die von ... nun ja es ist die Außenwahrnehmung. Vielleicht ist die Frage, wie man ... wie man damit umgeht.In der Community, was habe ich von diesem Podlove geredet und häufig ist der Publisher gemeint.Weil einfach Publisher und Podlove irgendwie ...Also sagt sowieso niemand Podlove Podcasting Plugin for WordPress wie es offiziell heißt, und das sage ich auch nicht, weil da stoplert man, das ist einfach ein Zungenbrecher. Aber ich meine genau genommen ist halt der Podlove Publisher die Software,wo dann sich auch irgendwie der Button und der Web Player irgendwie drin geboren wurden und dann mittlerweile einzelne Projekte sind. Aber Podlove an sich ist jakeine Software, sondern eine Organisation oder eine Gruppe von Menschen, eine Idee, Podcasting irgendwie voranzubringen ... Podcasting-Infrastruktur voranzubringen.
Also können wir sagen, dass Podlove eine Gruppe von Leuten sind, die Software für Podcaster:innen schreiben.
Kann man so sagen, ja. Fände ich jetzt nicht falsch. Ist natürlich auch super, dass wir irgendwie acht Jahre, nachdem es Podlove gibt,versuchen es zu definieren. Also es gibt auf podlove.org bestimmt irgendwo eine Beschreibung, die Tim irgendwann mal geschrieben hat, was Podcast eigentlich ist und tut. Aber ich find's eigentlich ganz gut, dass wir gerade drüber gestolpert sind, weildiese Sache mit "Podlove ist eine Software", das ist ein einfach die Wahrnehmung in der Community so.Und so wie es auch viel geschrieben wird. Teilweise ist...äh wird auch gesagt ... äh wird mit Podlove auch der Player gemeint, einfach aus dem Kontext heraus. Dieses Podlove-Ding ist halt dann der Player, wenn's in diesem Kontext so sinnvoll ist. Ja also Podlove ist einfachein Allgemein-Begriff für ... ja ... diese ganze Software da, die wir da irgendwie mal ... entstanden haben. Ja,Wollen wir vielleicht nochmal ...? Ich glaube, wir haben jetzt schon die meisten Projekte genannt. Also der Podlove Publisher ist, denke ich, das Kernprojekt. Zum einen weil's einfach das Erste war, und auch die meisten... Weiß gar nicht, ob es auch die meisten Nutzer hat? Haben wir Zahlen zum Player? Also ...
4000 aktive Installationen, aber das ist weit gestreut. Kommt darauf an, weil ja auch viele noch Trittbrett fahren.
Und beim Publisher?
Also laut WordPress sind's mehr als 6000. Die geben ja nur so ein Pi mal Daumen. Also aktive Installationen.Also dann wär's doch nicht so falsch, so zu sagen, dass der Publisher die meisten Installationen hat. Aber also es ist jedenfalls das älteste Projekt. Dann der Webplayer ist sicherlich auch mit eins der prominentestenProjekte. Zum Einen ist es natürlich der Standardplayer im Publisher. Zum anderen hat's aber, glaube ich, auch schon hier und da den Weg aus dem Publisher herausgefunden. Zum Einen bei Spiegel relativ prominent geradeim Einsatz. Aber auch in anderen Stellen.
Genau es gibt unabhängig von WordPress oder auch dem Publisher auch Integration in andere ... ja, Systeme, die dann versuchen Audio abzuspielen im Frontend.
Aber dieses Missverständnis gibt es auch ganz oft, dass man WordPress braucht, um den tollen Player zu benutzen.
Ja, richtig.
Und ich musste auch schon ein paar Mal das mit dem Missverständnis aufräumen, denn das ist ja ein ganz einfacher Open-Source-Player, den man ja auch so benutzen kann.
Genau, im Kern ist das eigentlich nicht unbedingt an das WordPress gebunden. Das heißt also, der ist ... der richtet sich natürlich größtenteils an die Meterdaten, die wir im im Podlove so formalisiert haben,oder die der Publisher hauptsächlich formalisiert hat und ähm ... Aber prinzipiellbraucht man kein WordPress, um den Player zu betreiben.Sobald man ... also man muss auch klar sagen, der Player ist halt einfach auch eine Visualisierung einer Podcast-Episode. Also er hat einen ganz klaren Episoden-Fokus,und ähm ja ... Dasbedeutet halt eigentlich auch, dass man ... das jedes andere System auch – solange es die Meterdaten oder die Daten im richtigen Format an den Player rausliefert – den integrieren kann. So wie das halt auch andere Systeme machen.
Also es ist schon richtig, dass die Integration im Publisher am einfachsten ist. Weil ich meine, wenn man einmal die ganzen Daten im Publisher hat, dann ist am einfachsten den Player einzubinden. Also der ist dann halt einfach da und wenn manihn versucht ohne WordPress einzubinden, dann braucht man schon Entwicklerkenntnisse. Also das ...
Also ohne Entwicklerkenntnis geht's da nicht. Also auch das ... das ...
Dann muss man eben programmieren können.
Das WordPress-Plugin zum Beispiel ist ja eigentlich auch nur eine sehr starke Visualisierung von den Konfigurationsoptionen, die man im Player hat und dann noch die Verbindung zum Publisher.Das ist ja eigentlich so das, was das WordPress-Plugin ausmacht für den Player.Gut, aber ehe wir da glaube ich zu tief einsteigen, haben wir ja noch ein weiteres Projekt und das ist der Subscribe Button. Und den hatte sich ja Michivor längerer Zeit mal vorgenommen.
Ja, den habe ich mir vor längerer Zeit vorgenommen. Da gab's jetzt auch, seitdem ich dran gearbeitet habe, aber auch nochmal ein Redesign von Letty und ... genau ... und ich glaube ...
Vielleicht sollten wir noch sagen, was der Subscribe Button eigentlich ist.
Der Subscribe Button ist nen Button, der es einfach macht Podcast zu abonnieren. Das heißt also, Podcaster:innen können auf ihrer Webseite diesen Button nutzen oder im Webplayer ist der im Moment im neuen auch integriert,wenn man das haben möchte, und wenn die Hörer:innen dann auf diesen Button draufklicken, dann ist es sehr einfach am dort den Podcast, den jeweiligen Podcast zu abonnieren,von auch dem jeweiligen Gerät, an dem man gerade ist. Genau. Das sind eigenes, kleineres Projekt, als die anderen.
Jo. Aber sehr beliebt, weil's natürlich auch eine schöne Variante ist, um die Hörer:innen natürlich dazu zu bringen zu subscriben. Deshalb natürlich auch der Name zumSubscribe Button. Weil die Realität ist natürlich, man man möchte seinen Podcast auf den Endgeräten der Nutzer haben und nicht unbedingt im Web hören.Das ist, glaube ich, eher die Ausnahme.
Das hörst du gerne, ne? Alex?
Och is okay. Ich habe mich damit angefreundet.
Du bist nur ein Vehikel, um die Nutzer in die echten Clients zu bringen.
Guti! Aber wir haben ja ... Also ich glaube die Projekte werden wir im späteren Verlauf auch nochmal detailliertervorstellen, denke ich mal, um um so ein paar Facetten da mit, ja, rauszuarbeiten, die vielleicht interessanter sind, aber ...Wir haben jetzt quasi ziemlich aus der Lameng angefangen darüber zu erzählen, aber so richtig wer wir sind, haben wir natürlich noch nicht gesagt.Das wäre vielleicht mal eine ganz gute Idee.
Wer wir sind ... Woher wir uns kennnen ...
Genau, ihr kennt uns.
Ach so! Das weiß ich nicht. Woher wir uns kennen, meinte ich.
Aber vielleicht ... ja, wir können ja mal anfangen uns irgendwie gegenseitig mal so oder beziehungsweise mal vorzustellen.
Fangen wir chronologisch mit Eric an, der am längsten beim Projekt ist?
Genau. Würde ich sagen. Vielleicht mal ... vielleicht ist es interessant, warum du überhaupt angefangen hast bei Podlove.
Wie ist das entstanden?
Ähm, ...muss ich mal graben. Also ich hatte ja schon bisschen angefangen ... also ich war ohnehin schon in der WordPress-Welt so ein bisschen unterwegs. Ich habe damals für so eine WordPress-Agentur gearbeitet.
Freiwillig? Ah. Nicht freiwillig.
Na ja im Tausch gegen Geld, also freiwillig ... hmm ...Und ich war als Podcasthörer damals relativ aktiv. Einfach Student und irgendwieimmer der Weg zur Uni und zurück war weit, und hatte da einfach viel Zeit, Podcast zu hören. Hab da viel Metaebene vor allem konsumiertund irgendwie hatte ich den Kontakt zu Tim vorher schonmal so grob aufgebaut und ich war dann auf einem Congressund da hat er mich mal angeschrieben, wie "Bist du grad auf dem Congress?" und "Lass doch mal treffen". Und da hat er mir die ganze Geschichte erzählt mit Auphonic hier,da tut sich gerade was. Und hat mir da so sein ganzes Leid geklagt, was so seine Podcast-Produktionskette angeht.Und eins da seiner größten Leiden war die Publikation von Podcasts im Internet, so mit Hosting und pi pa po.Also das Ganze ging natürlich mindestens eine Stunde, auch wenn ich mich jetzt an die Details nicht erinnern kann, aber ihr könnt euch das vorstellen.Aber er hat irgendwie bei mir zumindest Interesse geweckt, so ...Also das endete sich dann letztendlich mit "Willst du da nicht mal was dran ändern?"Und ich hab natürlich so "Hmm keine Zeit" und "Studium und so" und irgendwie kam's dann aber doch dazu, dass ich mich im Februar 2012, glaube ich, mit ihm mehr oder weniger eine Woche in der Metaebene eingeschlossen habe,und da haben wir das wirklich mal so durch konzipiert. Einfach mal angefangen zu coden undda fiel auch die Entscheidung erst das Ganze auch wirklich auf WordPress zu machen.Das war wirklich eine pragmatische Entscheidung einfach, dass wir ... Tim hat da einfach mal auf Twitter gefragt: "Hier, ihr podcastet doch gerade. Womit denn?" und irgendwie achtzig, neunzig Prozent davon war irgendwie WordPress. Und dann haben wir gesagt, na gut, wir wollen jetzt irgendwie auch wasmachen, was die Leute irgendwie nutzenund sind einfach pragmatisch zu WordPress gegangen. Auch weil ich es konnte. Und es ist jetzt natürlich irgendwie nicht die spannendste Technologie der Welt, aber war sicherlich auch nicht sehr falsch.Also meine interne Motivation war schon einfach, ich hab irgendwie viel Podcasts gehört und wollte irgendwie was zurückgeben. Dass ich dann so viel zurückgebe ... haha .. das war nicht eingeplant.
Jahre deines Lebens.
... nun sitze ich hier, acht Jahre später und maintaine diesen ... diesen Huntz immer noch, den ich damals verzapft habe.
Ich wollte ... ich habe mir gerade aufgeschrieben und tatsächlich ich stelle sie jetzt die Frage: Wenn du damals ... wenn du jetzt Back in Time gehen könntest, an diesen einen Abend, wo die WordPress-Entscheidung gefallen ist,was würdest du heute anders machen? Würdest du heute was anderes machen?
Nein, ich glaub nicht. Also das war zu dem Zeitpunkt schon richtig und ich hab auch ... also wir haben auch da schon relativ ... ich glaub erst ein paar Wochen später oder so viel die Entscheidung,nicht PHP 5.2 zu nehmen – also was damals so die WordPress-Voraussetzung war – sondernPHP 5.4. Also PHP 5.4 hatte vor allem Namespaces.Und ich glaube anonyme Funktionengab's vorher nicht. Die waren ... Also man konnte irgendwie Funktionen so als Strings übergeben. Also die ganze Funktion als Zeichenkette oder so. Es gab da irgendwie so ein ...Richtig fies. Egal. Jedenfalls kam irgendwann die Entscheidung PHP 5.4 zunehmen statt 5.2. Was eine sehr gute Entscheidung ist und die Entscheidung hätte man einfach ein bisschen eher auch fallen können. Das hätte ein paar Schmerzenerspart vielleicht. Aber grundsätzlich WordPress zu nehmen war richtig. Also mit was anderen wären wir vermutlich gegen die Wand gefahren.Okay, schwer zu sagen natürlich, aber ich ich bereue den Aspekt nicht.
Okay, da hat sich ja, na ja,acht Jahre lang ganz schön, wie soll ich sagen, ein ganz schöne Beziehung zu dem Publisher wahrscheinlich entwickelt. Was ich auch – auch wenn das vielleicht jetzt ein bisschen blöd klingt – aber ich meine, ich glaube, Entwickler können das nachvollziehen: Was bedeutet dir denn das Projekt?
Ja ist schon ... ist halt so so ein achtjähriges Kind, ne? Das man aber, na ja, irgendwie mit sich rumschleppt. Das auch irgendwie immer mal gefüttert werden möchte.
Nur dass es mit achtzehn nicht auszieht.
Ja, das stimmt. Ich glaube, wir sollten die Analogie zum Kind gerade mal kappen. Weil ich wollte gerade sagen, ich hoffe, dass es achtzehnte Lebensjahr nicht erreicht.Was für Software okay ist, aber ... Lassen wir die Analogie mit dem Kind an der Stelle also schon einen Satz jetzt vorher einfach mal stehen.Aber was bedeutet es mir? Also schon viel. Also es hat ja doch einen gewissen Stellenwert in der Szene erreicht. Also aucheinfach zu zu wissen, dass tausende Leute irgendwie diese Software benutzen,und sicherlich nicht alle damit sehr glücklich sind, aber zumindest der Meinung sind, dass es irgendwie den Zweck erfülltund sie das lieber nutzen als was anderes.Und auch, es ist ja einfach eine freie Software und da gibt's einfach nicht so viele Auswahl. Also klar gibt's mittlerweile zig Podcast-Hosting-Lösungen,teilweise auch kostenlose, aber ... Also kostenlos im Sinne von Geld. Nicht ...Man bezahlt das dann natürlich mit mit anderen Dingen. Aber mir ist es schon viel wert, dass es diese Software gibt, einfach ... ja ...Es ist natürlich vielMaintainance-Aufwand, auch immer noch. Ja, einfach Software, die liegen bleibt, die funktioniert nicht, sondern die fällt einfach auseinander. Das ist etwas... Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar, als Nicht-Entwickler, aber ... Also esimmer wieder erstaunlich zu sehen, wie schnell Software auseinanderfällt, wenn man sie einfach mal eine Woche liegen lässt.Weil sich einfach das Internet drumherum so schnell bewegt. Unglaublich. Ja. Jo, aber ich ...
Machst du das aber in deiner Freizeit?
Ja. Also die, ich sage mal, professionelle Beziehung zu den Projekt hat sich auchstark entwickelt oder verändert über die Jahre. Also es fing natürlich an als einfach Passion-Projekt als Student. Da hatte ich natürlich noch relativ viel Zeit nebenher und hatte aber auch ... habe auch ...Es gab auch in der ... bevor es released wurde quasi Phasen, wo ich sehr intensiv dran gearbeitet habe. Aber auch Phasen, wo ich das einfach lang hab liegen lassen, weil ich einfach andere Dinge zu tun hatte oder einfach auch keine Lust hatte.Man muss ja auch irgendwie die Motivation bei sowas finden, gerade bei solchen großen Projekten. Aber irgendwie hat's das dann doch zum Release geschafft. Dann gab's auch irgendwann mal so eine sehr groß angelegte Spendenaktion von Tim.Weil einfach auch mal so eine Situation kam von "Okay, ich habe jetzt hier die Agenturarbeit oder was auch immer so für Freelance-Arbeiten nebenher undwenn Geld von von fürn Publisher da wäre, dann ist einfach klar, dass ich einfach fest Zeit finde, die ich investieren kann. Dann hat Tim mal groß die Spendentrommelgetrommelt und dann kam also Größenordnung 10.000 Euro oder sowas auch schon zusammen. Also schon für den Studenten ein großer Batzen Geld und ich konnte da lange Zeit langmir quasi so einen Tag die Woche einfach freihalten da dran zu arbeiten.Dann habe ich auch ... Ich habe mir so mal ein Gap-Year gemacht, wo ich irgendwie so durch die Welt gereist bin – irgendwie in Indien rumhing, und Singapur, und Malaysia und so. Und hab da aucheigentlich gar nichts gearbeitet, sondern einfach nur so von Ersparten immer mal auch dann am Publisher neben mir gebastelt.Das war auch sehr entspannt, weil ich einfach wusste, irgendwie okay, ich habe irgendwie hier mein Reisebudgetund muss in der Zeit nichts wirklich Sinnvolles arbeiten. Oder was heißt "sinnvoll"? Nichts ... keine Erwerbsarbeit, ja schon was Sinnvolles. Und konnte eben deswegen was Sinnvolles tun,nämlich am Publisher arbeiten und aber auch einfach immer sehr entspannten Situationen.Und seitdem ja läuft's nebenher. Achne danachgab's auch noch den Punkt: Ich arbeite ja seit längerer Zeit für den Bayerischen Rundfunk als Erwerbsarbeit und hatte daübergangsweise mal auch den Status, dass ich quasi 20 Prozent meiner Zeit, also einen Tag die Woche auch am Publisher arbeiten konnte, eben bezahlt von Bayrischen Rundfunk.
Das machen sie nicht mehr?
Das machen sie ... Es gab da einen Wechsel in der Führungsebene und damit hatte sie sich das erledigt.
Schade, sowas ist gut.
Ja. Und genau, seitdem ist es halt so eigentlich so im Maintainance-Modus. Es tut sich halt relativ wenig in den letzten ...ich müsste mal gucken seit wann, aber ich würde mal sagen seit mittlerweile in den letzten Jahren. Also ich nehme mir einfach die Zeit für Maintainance. Hin und wieder gibt's mal Motivationsschübe, wo doch auch mal ein größeres Feature implementiert wird.
Natürlich ist es für dich jetzt auch wahrscheinlich ein bisschen schwieriger die Zeit überhaupt dafür zu finden, ne?
Ja, also,im Vergleich war ich natürlich anfangs Student und Single und hatte alle Zeit der Welt und jetzt bin ich verheiratet und Vater. Und muss irgendwie ...Die Lebenshaltungskosten sind auch irgendwie andere durch die Situation dann. Und ich habe immer effektiv irgendwie eine Stunde am Abend. Und das muss halt dann aber auch ... ist halt auch einfach Freizeit, die draufgeht.
Sowas reicht aber auch nur für Maintainance. Da eine Stunde irgendwie am Stück ist schon – auch selbst, wenn's achtmal die Woche ist – ist was völlig anderes. Da kannst ja keine Features programmieren, als wenn du mal nen Tag wenigstens ...
Acht mal die Woche?
Acht mal die Woche eine Stunde. Oh! Ach so, ja, sieben.
Kennst du irgendwelche Geheimnisse? Ich hätte gerne auch diesen achten Tag.
So nen extra Tag wäre eigentlich echt praktisch. Drei Tage Wochenende.
Ja, das wäre super. Ja, also für Maintainence reicht's, aber ...
Ja man muss ja auch die geistige Kapazität irgendwie so ... Nach der Arbeit oder sowas. Das ist ja nichts, was man jetzt so ...Ich meine Programmieren ist halt hauptsächlich Konzentration und irgendwie so ein so ... ein bisschen so Fokus. Und das ist halt was, was sehr schwer ist, irgendwie gerade in den Abendstunden – also kommt natürlich auf die Leute auf den Lebensrhythmus an – aberdann nochmal den Fokus und die Konzentration aufzubringen, um auch wirklich produktiv was zu schaffen. Das ist schon nochmal ein Kraftakt.
Also ich habe da auch meine irgendwie Hacks entwickelt. Also das Wichtigste für mich ist, dass ich mir quasi vorher schon bereit lege, was ich tue.Also wenn ich mich irgendwie – bei mir ist in der Regel irgendwie um neun Abends, weil dann ist irgendwie mein Kind irgendwie schlafend in der Regel –und wenn ich mich dann irgendwie an Rechner setze und überlege, "Hmmm, was kann ich ihnen heute tun?", dann ist es eigentlich schon vorbei. Also vielleicht browse ich ein bisschen durch Foren und dann beantworte ein paar Fragen und und so, aber dann– was auch richtig ist natürlich, Community-Arbeit – aber dann kriege ich keine Features umgesetzt.Aber ja, vielleicht vielleicht erstmal genug von mir dazu.
Wer war als zweites? Ich oder du, Alex?
Geht nach Dienstjahren. Also Michi, da bist du dran.
Nach Dienstjahren sehr schön.
Okay, ich musste vorher in Kichern, weil meine Geschichte hört sich irgendwie ganz ähnlich an, wie Erics. Ichhabe auch schon vorher entwickelt, also ich mache hauptsächlich Frontend und UX-Design, und auf irgendeinem der Congresse,wurde ich auch von Tim angesprochen, so "Ich habe gehört, du machst irgendwie so UX-Design und JavaScript. Lass doch mal quatschen!". Und er hatte mir irgendwie auch,ähnlich auch wie dir, so das Leid geklagt, wo's gerade so ein bisschen stockt und dort hing's auch, glaube ich, am Web Player sogar. Irgendwie der Web Player 3 war gerade in der Mache, kann das sein?Weiß nicht mehr genau.
Ja, also ja, beim 3er Web Player gab's nochmal so ein, weiß ich nicht, so ein bisschen Verschiebung. Der hatte auf jeden Fall eine schwere Zeit.
Kann sein, dass es irgendwie darum ging. Auf jeden Fall ging's mir, glaube ich, ähnlich wie Eric. Ich habe zwar ...Ich weiß gar nicht, ob ich damals noch was von Tim gehört hatte, aber auf jeden Fall irgendwie mitgekriegt,was Podcast sind und wusste, dass das Leute auch hauptsächlich in ihrer Freizeit machen. Und ich hatte das auch konsumiert und konsumierte dann auch immer noch und ...Genau, ich hatte dann irgendwie auch Freizeit, weil ich selbstständig auch entwickelt habe. Und ich habe dann zwar ein bisschen am Web Player gearbeitet an dem 3er. Das war allerdings damals ein größeres Team und auch sehr eingespielt.Und eine Baustelle war noch offen, nämlich dieser Subscribe Button, derdamals in CoffeeScript geschrieben, auch ein Redesign brauchte. Genau, undin den habe ich dann auch recht viel Zeit, investiert. Irgendwie vor allem auch so Designabsprachen mit Tim. Und auch ähnlich wie du zu einer Zeit Eric: ich war da irgendwie, glaube ich, auf den Kanaren, ein paar Monate,und hatte so, ja, Miniprojekte schon zu tun und ich meine so ein bisschen Wartungsarbeit, aber ich hatte mir nicht allzu viel Kundenarbeit mitgenommen, weil ich auch nicht wusste, irgendwie wird das Internet da sein und so. Und hatte deswegen so eigentlich recht viel Zeit.
Gute Software braucht Sonne.
Ja, ja, ja, Sonne und Strand, bisschen Gemütlichkeit, und dann fluppte das. Und vor allem auch mit so vielen ... ich glaube, wir waren zum Schluss bei soneun oder so Version, die ich so an Designs erstellt hatte. Also so ein Designprozess ist jetzt nicht besondersKonzentrationsmäßig anspruchsvoll, sage ich mal, wenn's vor allem dann im Endeffekt um Details wie"Wie groß ist der Border-Radius und welche Schattierung des Blaus nehmen wir hier?" Aber es ist halt sehr viel Absprachezeit ... braucht es. UndKorrekturschleifen und so weiter. Genauund ich auch über die Jahre hat sich das so hingezogen. Bei mir ist das auch ähnlich wie bei Eric. Also da ich selbstständig binschaue ich natürlich, dass ich irgendwie auch erstmal Sachen arbeite, die mir Geld bringen, um zu überleben. Aberja, wir sind auch hier alle drei hier und arbeiten kostenlos, weil wir jetzt wahrscheinlich nicht gerade vorhaben, unendlich reich zu werden. Das scheint nicht unser aktuell größtes Ziel zu sein, deswegen ich investiere recht viel in meine Freizeit.
Ich habe gehört, Podcasts bringen richtig Kohle. Also.
Haha, aber nicht die Leute, die die Software schreiben.Ja, vielleicht, wenn man's Investoren verkauft. Ja, könnte sein, aber bei uns scheint es hier mit Open-Source-Software, nicht das größte Ziel zu sein. Also ich arbeite mich jetztauch nicht kaputt, sage ich mal, an Kundenaufträgen. Undmache gerne irgendwie Sachen nebenbei, die Sinn ergeben. Gerade damals habe ich auch noch viel für Kunden gearbeitet, wo ich sage, das hat nicht alles immer Sinn für mich ergeben oder die Welt besser gemacht.Da will ich irgendwie so in meiner Freizeit wenigstens Code schreiben, den Leute benutzen, den Leuten was bringt und der die Welt nicht gleichzeitig unendlich beschissener macht. Genau.Ja und heutzutage investiere ich. Also ich hatte mir irgendwie schon vorgenommen, so einen Tag Minimum anOpen Source oder eigenen Projekten zu arbeiten. Es sind im Moment, weil's mehrere Projekte sind eher,zwei Tage. Und ja, bei Podlove gehen bei mir, aber ehrlich gesagt, auch ...Ich hab's mir jetzt so geschaffen, dass ich eher so einen halben Tag wenigstens am Stück habe. Und nicht immer diese, "Ich mache mal eine Stunde Session", weil dasmerke ich auch, das bringt irgendwie nichts. Ich habe keine Community-Aufgaben, Gott sei Dank, irgendwie oder Fragen im Moment zu beantworten. Und ja, deswegen nehme ich mir echt im Moment lieber so einen halben Tag,Tag Zeit dafür, ja.
Ja, das ist auf jeden Fall sinnvoller.
Flutscht besser. Genau und Alex kam dann irgendwie als Letzter dazu, ne? Ein ein Jahr später.
Ich kam als letzter dazu. Allerdings anders.
Du wurdest nicht von Tim aufm Congress ...
Ich hab Tim angesprochen auf dem Congress.
Aber auch auf dem Congress also.
Ich hätte da noch eine Frage, die ich vorhin schon gestellt hatte: "Wenn du Back in Time gehen könntest, würdest du...?"
Also über die Tragweite war ich mir wahrscheinlich nicht ... wie soll ich sagen ...ne, das wäre wahrscheinlich nicht klar gewesen. Naja, also das war, glaube ich, 2017 zu 2018 der Congress ... ich überlege gerade ... oder was von der 2016 zu 2017?Es war der letzte Congress in Hamburg, glaube ich. Ist ja auch egal.Ja, jedenfalls da ... Das hat so ein bisschen was damit zu tun gehabt, dass ich eh schon seit ungefähr 2009 oder so Podcasts gehört habeund halt auch viel von von Tim,und auch den gleichen Gedanken hatte, dass irgendwie natürlich so viel Content, die ich da konsumiert habe, ohne da irgendwie mal - außer den paar Flattr-Euros –da mal was zurückzugeben an die Community. Habe ich mir halt gedacht, naja, dann wäre das vielleicht eine ganz gute Möglichkeit. Plus so ein bisschen meine ... alles, was irgendwie so meine professionelle Karriere oder meine professionelle Arbeit jetzt als Entwickler ausmacht,beruht eigentlich auch so ein bisschen auf dem einen Podcast, den ich gehört hatte. Und zwar ging's da um NodeJS.Ich war nämlich vorher ... Wie soll ich sagen? Vorher habe ich eigentlich hauptsächlich irgendwie so ein sehr, sehr einfache Variante von JavaScript im Frontend geschrieben. Und da hat Tim, glaube ich, ich weiß nicht, mit mit wem es war, auf jeden Fall einen CRE dazu gemacht,und da hat's dann geklickt. Und kann mich auch ziemlich noch gut an die Autofahrt erinnern, wo ich die vom Studiumbeim Pendeln hin und her habe ich tatsächlich dann den Podcast gehört und bin direkt danach halt auf NodeJS aufgestiegen. Und das hat dann so ein bisschen so den zukünftigen Werdegang tatsächlich beeinflusst. Ich hab mich irgendwie schuldig gefühlt.Na ja.
So so.
Ich sehe schon, ich sehe ein Muster auf jeden Fall.
Das ist quasi dein Rosenkranz beten, wobei das Gebet eher schon relativ lang ist.
Richtig. Nur dass mein Rosenkranz nicht wird WordPress größtenteils ist.
Ja, JavaScript.
Ja, ich habe ja kein Problem mit JavaScript, das haben ja nur die anderen.Genau. Ja und dann habe ich auf dem Congress Tim angesprochen, ob irgendwas hätte, weil halt hauptsächlich Frontend-Kram undTim zog dann von Markus das Design für den 4er Player raus. Und das hat danndazu geführt, dass ich den Rest des Congresses irgendwie mal so angefangen habe, mit irgendwie halbwegs modernen Technologien, die ich damals ausprobieren wollte, mal da ran zu gehen.Und dann hat sich das so ein bisschen verselbstständigt. Ging auch relativ fix, die ersten Iterationen, weil so die ersten paar Monate habe ich auch echt viel Zeit da rein investiert.Und dann ist es irgendwie nach dem 4er-Player und der Subscribe vor allen Dingen – der Subscribe in dem Jahr, wo dann auch der 4er-Player veröffentlicht veröffentlicht wurde –ist dann so der Anreiz auch gewesen, dass man da halt Technologien ausprobieren kann, die man in auf seiner oder die ich bei meiner Arbeit meistens nicht so frei ausprobieren kann.Das führt auch dazu, dass das Projekt auch, glaube ich, wenn man so von außen draufschaut,wahrscheinlich sehr over-engineered aussieht.
Von außen?
Ich kann das bestätigen.
Ja, also da ist halt auch wirklich ...Ich habe halt auch alles mit dem Ding ausprobiert. Das ist ... Ich bin ganz zufrieden damit, weil der ganze Flow zum Entwickeln funktioniert ganz gut, aber ich glaube, es gibt nicht viele, die dieses System dahinter verstehen.
Das ist witzig, dass du dich mit dem Player von Technologien austobst und ich auf Arbeit Elixir und Phoenix benutze und hier nen PHP- und WordPress-Stack. Sehr schöner Kontrast.
Ja. Na, ist richtig. Na ja, es ist halt so ...Oder beziehungsweise ist halt so. Da gibt's halt auch wirklich ... Das nächste, wenn wenn irgendwie ein cooles, neues Pattern kommt, ist halt nicht ausgeschlossen, dass ich das Ding halt nochmal neu schreibe. Halt einfachweil's halt auch so ... Es ist halt ein schöner Anwendungsfall für so eine Zustandsmaschine, dieman normalerweise auch nicht so richtig hat. Man unterschätzt wie komplex das ganze Teil eigentlich werden kann.Also für mich war's oder ist es auch immer noch ... es ist halt auch eine Technikspielwiese größtenteils. Und mir ... Ich find's halt auchsowie Eric ziemlich cool, dass es halt auch sehr viele Leute verwenden. Freue mich auch immer, wenn ich irgendwie auf die Webseiten von den Podcastern gehe, wenn ich mal wieder einen neuen Podcast entdeckt habe und dann die Player sehe.Das ist immer ein ganz schönes Gefühl.
Ja, ist auf jeden Fall immer ein motivierendes Gefühl, wenn einfach direkt jemand sich positiv äußert – kommt zwar selten vor, aber...
Wir sind hier in Deutschland. Schweigen ist Lob.
In in der Regel hört man von den Leuten ja nur wenn irgendwas nicht geht. Irgendwas releasen, irgendwas vergessen, zack, drei von Posts offen: "Öh! Hier geht was nicht!" Aber ja.
Und weil du es noch nicht erzählt hast, du machst aber auch alles in deiner Freizeit?
Also ich habe nen Vollzeit-Job als Angestellter und hauptsächlich ... Ich bin mittlerweile davon abgekommen, das abends zu machen. Also abends mache ich dann wirklich nur noch so ein bisschendie Bürokratie rundherum würde ich mal sagen. Also so Tickets pflegen oder so ein bisschen so vorbereiten, was ich dann am Wochenende hauptsächlich dann machen möchte.Also am Wochenende passiert dann auch tatsächlich der meiste Kram. Und Urlaube sind auch super. Also wenn man irgendwo rum sitzt und entwickeln kann, hat das ... das hat auch was.
In der Sonne?
In der Sonne auch.
Also, wobei ich sagen muss: Laptop plus Strand ist eigentlich eine scheiß Kombination. Weil da ist zu viel Licht, das ist zu wenig Internet in der Regel,zu wenig Strom und Sand. Sand ist auch doof. Dann ist es meist nicht bequem. Also es sieht immer schön aus auf Bildern, aber...
Nee, für mich ist es auch eher: morgens an den Strand oder ins Meer und dann zurück, Siesta mit dem Notebook.
Das ist ein gutes Konzept.
Ja. Das war, alsoviel beim Wandern oder sowas, wirklich. Das macht schon Laune irgendwie, wenn man dann irgendwie so sein Tagwerk schon hinter sich gebracht hat und dann nochmal irgendwie so ein bisschen,dann auch die ganze geistige Kapazität dann da draufwerfen kann. Das ist schon sehr nützlich, deshalb eignen sich da tatsächlich Urlaube fast mit am besten, weil dann hat man irgendwie den Kopf frei und kann sich dann halt wirklich komplett darauf konzentrieren.
Vor allem hat man auch irgendwie – auch wenn wir jetzt dazu tendieren weiterzuschweifen –man hat auch ... So im Alltag hast du einfach ständig irgendwie Dinge im Kopf. Irgendwie Kühlschrank muss gefüllt werden. So banale Dinge. Und,was du im Urlaub nicht hast. Da hast du einfach den Kopf frei, um ... keine Ahnung. Ich meine, Wandern ist natürlich eine extrem gut, einfach weil du da wirklich nichts zu tun hast, außer die Landschaft angucken und von A nach B laufen.Aber meistens hat dann der Kopf doch Dinge zu tun undgeht dann aber auf Dinge, die einem Spaß machen und das ist dann bei Entwicklern dummerweise das Open-Source-Projekt. Und da hat man aber einfach die entspannte Atmosphäre, um einfach maleine Stunde irgendwie ein Problem im Kopf hin und herpendeln zu lassen und da einfach entspannt über irgendwas nachzudenken. Das macht auch einfach Spaß und dann hast du später dann auch im Idealfall noch die Zeit einfach, dich mit dem Laptop hinzusetzen und irgendwas auszuprobieren, was du dir gerade so gedacht hast. Alsodas hatte ich häufig so die Situation, also in meinem Gap Year.Das ist ein sehr sehr angenehmes Entwickeln. Klar sitzt man halt auchviel weniger am Ende vorm Laptop als irgendwie am normalen Acht-Stunden-Tag, aber ob man dann weniger schafft, ist auch ne Frage.
Na du hast die ganze Konzeptarbeit ja schon im Kopf gemacht.
Auch wahr, ja. Na ja, aber ist vielleicht jetzt ein kleiner Exkurs.
Ja, ne? Das Leiden der Entwickler:innen.
Acht-Stunden-Tag! Das kann mir auch ehrlich gesagt niemand erzählen, dass er acht Stunden am Stück konzentriert programmiert.
Nö, das geht auch nicht, glaube ich.
Ich finde das immer ... Also ich arbeite eigentlich seit ...schon immer remote. Also selbst mein erster 400-Euro-Job als Student war remote.Und anfangs hab ich mir da recht viele Gedanken drüber gemacht, aber später – musste ich auch immer so die Stunden aufschreiben und so – und habe mich immer gefragt: wie schaffen das Leute acht Stunden zu arbeiten überhaupt?Und dann hat man aber auch als Remote-Arbeitender da natürlich immer mal die Pflicht oder die die Chanceins Büro zu dürfen, für irgendwelche Meetings oder dann doch mal wie eine Woche vor Ort arbeiten.Und das ist immer ein schöner Realitätsableicht, um zu sehen: Ach so, die arbeiten ja gar nicht acht Stunden. Die sind zwar acht Stunden im Büro, aber die machen da ganz viele andere Dinge: Kaffee trinken undrauchen und von A nach B laufen, und wo ist doch gleich der nächste Meetingraum ... Und dann kommt man gleich viel entspannter zurück nach Hause, wenn man dann wieder remote arbeitet und sich denkt, ja gut, ich habe halt auch einen acht Stunden Arbeitstag, aber ja.
Ja.Ja, das kann ich auch sagen: Für jemanden, der immer selbstständig arbeitet, ist saugut, immer mal so in verschiedenen Agenturen, Redaktionen, Büros zu gehen, um mal zu sehen, ja, wie andere Arbeitsantage sind und dassnicht jeder super krass ... Also acht Stunden am Tag ... Das fänd ich auch beeindruckend, wenn das jemand wirklich durchzieht, produktiv.
Ja, also ich glaube da nach spätestens anderthalb, zwei Stunden bist du dann eh Matsch. Also dann...Da geht dann... Man merkt ja richtig, wie man irgendwie immer unkonzentrierter wird mit der Zeit. Deshalb sind ja so regelmäßige Pausen, das habe ich zumindest jetzt gerade in der der jetzigen Zeit festgestellt, wo ich ja halt wirklich auch komplett remote arbeite, sind so wirklich,weiß ich nicht, einfach mal die Möglichkeit zu haben, sich mal eine Stunde auszuklinken oder sowas, sondern auch mal irgendwiejetzt alleine zu sein, also "alleine" im engeren Sinne, sich nicht mit den Arbeitskontext befassen zu müssen, ist mega hilfreich. Alsodeshalb ist auch der der Effekt, zumindest bei mir, dass ich mich deutlich produktiver fühle und ausgeglichener, als ich das im Büro wäre.
Ja, kann ich mir gut vorstellen.
Ja gut, das ist glaube ich ganz interessant mal so ein paar Einblicke so wie wir funktionieren.Genau. Gut, trotzdem, ich weiß nicht, dann könnten wir mal wieder zurück zur Eingangsfrage kommen, nachdem wir jetzt hoffentlich so ein bisschen so ein Gefühl gegeben haben, was uns motiviert, wie lange wir da sind,was wir sonst nur noch machen ... im Urlaub. Um mal darauf zu kommen, warum wir jetzt eigentlich genau diesen Podcast anfangen.Weil wir ja mittlerweile an einerStelle sind – ich glaube bei Eric ist es so ein bisschen mit angeklungen – das uns, glaube ich, so ein bisschen so die Orientierung fehlt. Also so ein bisschenzu wissen, wo es mit Podlove in der nächsten Zeit überhaupt hingeht.Und das war auch der Grund, warum wir drei uns zusammengeschlossen haben und mal versucht haben, irgendwieetwas Struktur in dieses – ich meine, gerade die Open-Source-Szene ist halt ein sehrchaotischer Haufen, was viel Charme hat, was auch dazu führt,dass natürlich man offen für viele Contributionen von extern ist, aber was auch so ein bisschen dazu führt, dass es keine größere Vision oft gibt.Vor allen Dingen bei solchen komplexen Produkten oder Software, was wir jetzt gerade schreiben, wie das in Zukunft aussehen soll und was überhaupt ...oder wie sich die Software weiterentwickeln soll.Und da, deswegen glaube ich oder glauben wir, ist es eine gute Ideeerstmal einen Podcast zu machen. Weil ironischerweise, dass ja genau das ist, wofür wir Software herstellen.
Sehr meta.
Ist unser Therapiepodcast. Wir wissen nicht wohin, also podcasten wir mal darüber und vielleicht ergibt sich ja was.
Es hat ja noch mehr Vorteile: Es gibt auf jeden Fall nicht nur einen Kanal jetzt von uns zu den Nutzer:innen oder so,sondern könnte ja potentiell auch Kanal nochmal zurückgeben, der vielleicht für Podcast da sogar angenehmer ist, als jetzt so ein Github oder so ein Forum im Internet. Auch das sehe ich als Vorteil.
Also generell waren wir uns glaube ich einig, dass Podlove schon länger ein Kommunikationsproblem hat. Also, ich glaube, so in den ersten Jahren lief das noch ganz gut. Also da wurden relativ viele Blockposts geschriebenund auch über die Konferenzen wurde relativ viel über den Fortschritt kommuniziert und was so grad passiert und was so demnächst ansteht. Aber es isteinfach nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Kommunikation ist so ein bisschen eingeschlafen.Und das das wollen wir auch ändern. Einfach ein bisschen mehr transparenter machen, was wir tun, warum wir es tun und versuchen wieder so ein bisschen das Gespräch, den Kontakt zu den Nutzern, zu euch, aufzunehmen.Und genau da ist der Podcast, denke ich, habe ich mir sagen lassen, dass Podcast da vielleicht ein ganz gutes Medium ist.
Na ja, es ist ja, glaube ich, auch schon erstmal ein Signal, dass wir klar sagen, dass es halt weiter geht. Also ich glaube unser ... Ein großes Problem, was wir hatten, ist dass wir...Es wurde über uns gesprochen, aber wir haben nie so richtig aktiv in diese Kommunikation mit eingegriffen. Natürlich kümmern wir oder versuchen wir uns um Probleme zu kümmern. Aber das ist ja nicht die Essenz, worum es geht. Alsosondern uns ist es ja eigentlich wichtig zu sagen, dass wir natürlich für Podlove eine Perspektive sehen und dass wir das gerne gestalten wollen und zwar in einer Art und Weise,wie es für unsere Nutzer:innen natürlich am besten ist und wie es auch für uns am besten ist. Dasglaube ich ist ein ganz wichtiger Kommunikationspunkt an der Stelle.Also die Transparenz auch zu sagen – weil wir haben oft das, also ...Es ist ja auch so, dass wir oft viele Konzepte im Hintergrund bauen, wieder verwerfen, wieder anfangen, wieder verwerfen, aber so der richtige Kontakt zu einzelnen Podcaster:innen ist tatsächlichso nicht gegeben, sondern meistens passiert das über Annahmen, die wir treffen.
Ja. Deswegen, da komme ich für mich auch noch auf einen ganz großen Grund und ich glaube, der ist für mich vielleicht ein bisschen wichtiger, wenn's dann in Bezug auf UX-Design geht, aber auch für euch beide natürlich ultra wichtig. Also, es ist auch so eine ArtDebugging irgendwie. Also jetzt selbst meinen Podcast machen zu müssen in Anführungszeichen und durch die ganzen Schmerzen,die unsere Software vielleicht verursacht oder auch andere oder durch diesen Workflow mal durchzugehen, istdenke ich mal, gar nicht schlecht, wenn wir dafür die Software schreiben. Das macht mir auch ein gutes Gefühl. Es gibt dir echt wenige Gründe, mich zu einem Podcast zu überreden, aberdas ist auf jeden Fall ein sehr, sehr guter irgendwie. Es ist wie User-Research am eigenen Leib sozusagen.
Ja, wir haben ja auch dann direkt die die Möglichkeit, das zu ändern. Das ist ja auch, glaube ich, das Schöne daran.
Genau, genau, ja.
Ich erinnere mich auch damals, als ich meinen Podcast hatte, also war ja nur eine Hand vor Episoden. Aber auch da musste ich natürlich durch den kompletten Prozess durch mit Aufnahme bis halt Produktion,Hosting und so weiter und das hat mit schon viel gebracht, auch mal tatsächlich selbst Nutzer meiner Software zu sein. Und dann habe ich auch direkt irgendwie einen paar Ecken gefunden und konnte da ...war natürlich in der guten Situation das einfach gleich beheben zu können. Das ist immer ganz angenehm.
Andere haben wahrscheinlich Monate drauf gewartet.
Das mag sein, ja. Bis ich dann selbst endlich mal den Schmerz hatte. Ja, endlich.
Aber ich glaube, die Idee ist ja auch, dass wir so ein bisschen versuchen, noch natürlich Meinungen von außen mit reinzuholen.
Das wäre super, ja.
Da müssen wir mal schauen, wie wir das mit dem Format hier hinbekommen. Aber generell wird's natürlich die klassischen Kommunikationskanäle geben, aber wie wir darüber ...Also wie wir quasi über unsere Software sprechen, das wird sich wahrscheinlich dann so ein bisschen in dem Format auch rausarbeiten.
Wir nicken gerade alle.
Wir nicken. Ach so, ja, ist ein Audio Podcast.
Ey, wir lernen noch, also ne?
Wir können auch keine Video-Podcasts, also insofern.
Erste Folge.
Gut. Dann würde ich mal den Bogen schlagen zuwie's weitergeht, oder? Weil das sollte ja hoffentlich nicht die letzte Episode dieses Podcast sein. Die Geschichte wird's zeigen, aber die Idee ist es ja, dass wir das Ding in regelmäßigen Abständen auf jeden Fall rausbringen.
Hatten wir jetzt eigentlich schon auf eine Zeitspanne geeinigt.
Ich wollte auch gerade fragen.
Gibt eine Idee, aber wir machen natürlich keine Versprechungen, würde ich mal sagen, oder?
Die Idee war, dass wir in uns in zwei Wochen so wieder treffen, ne?
Genau, da haben wir auch entsprechend Zeit, denke ich mal.
Dann können wir auch gleich drüber sprechen, vielleicht ist ja auch ganz kurz interessant, hatte ich vorhin mit Eric kurz, und unser Weekly könnten wir auch in zwei Wochen machen und das abwechselnd sozusagen. Bi-Weekly.
Oder heißt es zweimal, zweiwöchtlich oder alle zwei Wochen? Keine Ahnung.
Das sollte "alle zwei Wochen" heißen.
Bi-Weekly und genau, find ich praktisch.
Genau, also ja.
Unser Weekly bedeutet, dass wir uns so nochmal über die ganzen Projekte abstimmen und ja, besprechen, was ansteht oder was wir brauchen von jeweiligen anderen.
Genau, weil wir im Hintergrund natürlich auch so ein bisschen an den Fundamenten arbeiten. Ich glaube, das wäre auch ein ganz guter Teaser, umdie Hörer:innen zu binden. Das heißt, da wird mehr kommen. Wir haben uns, glaube ich, sehr viel vorgenommen.Und in den nächsten Wochen werden wir auf jeden Fall darüber sprechen, auch wie es mit Podlove weitergeht und werden, glaube ich, nochmal die Projekte, uns da nochmal vielleicht für jedes Projekt auch mal richtig Zeit nehmen, darüber nochmal zu sprechen.
Ja. Genau.
Das klingt gut. Das höre ich mir an.
Das hörst du dir dann nochmal an, ja? Wenn du es schneiden muss, musst du es auf jeden Fall dir dann nochmal anhören.
Genau, das hatten wir auch besprochen, dass nicht nur einer das alles lernt oder eine, dass wir uns hier abwechseln und jeder abwechselnd mal darf, dieses ganze Material zusammsnschnipseln undgenau, Ultraschall zu benutzen.
Falls das Ganze kommentierbar sein sollte, ich weiß nicht, ob wir ... Also es wird auf jeden Fall irgendwelche Rückkanäle geben, zur Not twittert uns an. Und wenn ihr Ideen habt, worüber ihr gerne gesprochen wollen haben wollt...Okay, meine Sätze franzen schon aus, wir sollten bald aufhören. Aber ihr wisst, was ich meine: Dann sagt Bescheid, wenn ihr interessante Themen habt.
Find ich gut.
Super. Gut. Ich glaube, dann haben wir's für diese Woche.
Sehr schön. Dann müssen wir jetzt irgendwie den Weg herausfinden.
Ich sag "Tschüss, bis bald!"
Tschüss, bis bald!
Schönen Abend. Tschüs.
End
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